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    <title>Code for Germany</title>
    <description>Stadt&lt;entwickler /&gt; nutzen offene Daten um ihre Stadt zu verbessern</description>
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        <title>Code-for-Germany-Matrix reloaded</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/Matrix_photo_by_markus_spiske_unsplash.jpg&quot; alt=&quot;Matrix_photo_by_markus_spiske_unsplash.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unser Netzwerk ist viel gewachsen in den letzten Jahren, inzwischen sind wir ca. 500 Ehrenamtliche und der Zuwachs in unserer Community hat uns tolle neue Perspektiven und Ideen ermöglicht. Zusätzlich gab es bei der &lt;a href=&quot;https://okfn.de/&quot;&gt;Open Knowledge Foundation (OKF)&lt;/a&gt; Personalwechsel bei den Betreuenden von Code for Germany. Mit diesen Veränderungen haben sich auch die Meinungen und Wünsche zu Code for Germany erweitert oder Schwerpunkte verschoben. Diese Möglichkeit möchten wir nutzen und haben intern einen Prozess angestoßen, in dem wir uns in den nächsten Monaten damit beschäftigen möchten, unsere Ziele zu präzisieren, wie wir diese erreichen und vermitteln möchten und unsere eigenen Organisationsstrukturen als Netzwerk zu verbessern. Kurzum: Wir bearbeiten unsere Matrix.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Auftakt haben wir von Mai bis Anfang Juni 2020 eine Umfrage in unserer Community durchgeführt und gefragt, welche Themen unsere Freiwilligen aktuell bewegen, wie sie ihr Engagement gestalten und was sie sich für die Zukunft vorstellen. Gerade für uns Hauptamtliche sind die Ergebnisse spannend, sie dienen uns als Kompass für die Ausrichtung unserer Aktivitäten und der Angebote, die wir für und mit unserer Community schaffen. Das hier sind einige der Ergebnisse:&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;die-bedeutung-des-netzwerks&quot;&gt;Die Bedeutung des Netzwerks&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Für Viele mag die Beschreibung, dass Code for Germany ein Netzwerk ist, abstrakt klingen. Dem Netzwerkgedanken liegt zugrunde, dass Informations- und Erfahrungsaustausch untereinander ein zentraler Faktor ist, um politische Arbeit voran zu bringen. In einem Netzwerk kommen Menschen zusammen und teilen ihr Wissen - das ist ein Wert an sich. Bei uns sind das in der Mehrheit immer noch Menschen mit IT-Expertise und Männer. Uns im Hinblick auf unsere Fähigkeiten und Identitäten zu diversifizieren und damit auch unsere Projekte vielfältiger zu gestalten, bleibt deshalb eine wichtige Aufgabe für uns.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Netzwerk ermöglicht es unserer Community, zusammen mit anderen Interessierten, an ihren &lt;a href=&quot;https://codefor.de/projekte/&quot;&gt;Open-Data-Projekten&lt;/a&gt; zu arbeiten. Mit ihren Projekten machen sie auf Missstände aufmerksam und finden praktische Lösungen für gesellschaftliche Probleme. Das Netzwerk ist aber auch die Basis für Lobbyarbeit rund um Offene Daten, Open Government und Civic Tech. Denn je mehr Menschen sich zusammentun, umso besser können wir unsere Anliegen auch bei den politischen Entscheidungsträger:innen einbringen. Bei Code for Germany liegt der Fokus dabei auf der kommunalen Ebene.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;gegenwart-und-zukunft-des-digitalen-ehrenamts&quot;&gt;Gegenwart und Zukunft des Digitalen Ehrenamts&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Freiwilligen in der Community sind im Austausch mit ihren Stadtverwaltungen vor Ort, entwickeln Prototypen, um lokal auf den Wert Offener Daten und Freier und Offener Software aufmerksam zu machen und teilen nicht zuletzt ihr Wissen mit dem Netzwerk, Verwaltungen und anderen interessierten Akteur:innen. Ihr Selbstverständnis ist es, Impulse zu setzen für eine nachhaltige, souveräne, transparente (und oft auch Spaß-bringende) Digitalisierung der deutschen Kommunen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das alles leisten sie unentgeltlich und in ihrer Freizeit. Dafür ist es unerlässlich, dass wir weiterhin daran arbeiten, den Austausch im Netzwerk motivierend zu gestalten und unsere Willkommenskultur zu stärken. Durch unsere Einbindung in das internationale &lt;a href=&quot;https://codeforall.org/&quot;&gt;Code-for-All-Netzwerk&lt;/a&gt; haben wir zudem die Möglichkeit, von anderen zu lernen und neue Formate einzubringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die vielen digitalen Prototypen, die in den Labs entstehen, werden zwar gut aufgenommen, häufig fehlt es aber an einer langfristigen Finanzierung und Betreuung, die ehrenamtlich nicht zu leisten ist. Deshalb gilt es auch weiterhin für erfolgreiche Civic-Tech-Anwendungen, Wege der Verstetigung zu finden.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;die-open-knowledge-foundation-als-trägerorganisation&quot;&gt;Die Open Knowledge Foundation als Trägerorganisation&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die ehrenamtliche Community ist also das Herzstück von Code for Germany. Das sind Einzelpersonen, Gruppen und unsere Labs, die teilweise auch eigene Vereine sind. Sie alle arbeiten eigenständig in ihren jeweiligen Städten, fühlen sich aber wiederum der Open-Government-Community unter dem Dach der OKF zugehörig. Die OKF hat gegenwärtig zwei Mitarbeiterinnen, die sich vorrangig um die Begleitung des Netzwerks kümmern. Die Hauptanliegen der Community an sie sind die Vertretung und Bewerbung der gemeinsamen Interessen rund und die Durchsetzung von Offenen Daten, die Bedeutung und Verstetigung von Civic Tech zu fördern sowie die Umsetzung von Open Government durch geeignete Öffentlichkeitsarbeit wie z. B. Veranstaltungen zu unterstützen. In diesem Zusammenhang ist es auch die Aufgabe der Hauptamtlichen, das Netzwerk nach innen zu organisieren, beispielsweise im Slack, womit sich die Community miteinander in Verbindung setzt sowie durch persönliche Treffen der Community.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;wie-geht-es-weiter&quot;&gt;Wie geht es weiter?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein sehr klares Ergebnis unserer Umfrage war, dass es nicht die eine Antwort auf unsere Fragen gibt, sondern viele verschiedene Meinungen in der Community. Code for Germany ist ein weitgehend dezentrales Netzwerk. Unsere Community ist &lt;a href=&quot;https://codefor.de/&quot;&gt;deutschlandweit auf 26 Labs verteilt&lt;/a&gt;. Das bedeutet aber auch, dass unsere Expertise regional sehr verschieden sein kann. Die Balance zwischen dezentralem Arbeiten und der eigenen thematischen Schwerpunktsetzung der Labs sowie der Vertretung und Organisation des Netzwerks durch die Hauptamtlichen bei der OKF muss beständig neu austariert werden. Unser kleinster gemeinsamer Nenner ist dabei Transparenz durchsetzen zu wollen und Technologien für das Gemeinwohl einzusetzen. Wie der Weg dorthin aussehen kann, werden wir in den nächsten Monaten gemeinschaftlich erarbeiten.&lt;/p&gt;
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        <pubDate>Mon, 03 Aug 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/CfG-Matrix-reloaded.html</link>
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      </item>
    
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        <title>Öffentliche FOSS-Plattform? - Ideen zu Nutzen und Umsetzung</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/Monitor_with_Smiley_picture by_eta_unsplash.jpg&quot; alt=&quot;Monitor_with_Smiley_picture by_eta_unsplash.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Open Source Business Alliance und Vitako haben &lt;a href=&quot;https://osb-alliance.de/featured/osb-alliance-und-vitako-planen-portal-zur-sammlung-von-open-source-fuer-die-oeffentliche-verwaltung&quot;&gt;mitgeteilt&lt;/a&gt; eine Plattform zur Sammlung und zum Austausch von Open-Source-Software für die öffentliche Verwaltung einzurichten. Was kann die Gründung einer solchen Plattform für Freie und Offene Software (FOSS) von und für die öffentliche Verwaltung nach dem Vorbild von z. B. &lt;a href=&quot;https://code.gov/&quot;&gt;code.gov&lt;/a&gt; aus den USA bewirken? Wie kann ein solches Vorhaben erfolgreich sein? Die öffentliche IT-Landschaft in Deutschland zeigt: Die Einrichtung an sich wird kaum etwas ändern, wenn sie nicht an bestimmte Bedingungen geknüpft wird.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;vorteile-freier-und-offener-software-foss&quot;&gt;Vorteile Freier und Offener Software (FOSS)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Idee bei einer öffentlichen FOSS-Plattform ist zunächst, dass dort FOSS für alle zugänglich gemacht wird, um Verwaltungen &lt;strong&gt;Alternativen für proprietäre Software&lt;/strong&gt; zu bieten. FOSS ist &lt;strong&gt;nachhaltig&lt;/strong&gt;, bietet &lt;strong&gt;Flexibilität&lt;/strong&gt;, befördert &lt;strong&gt;Kollaboration und Vernetzung&lt;/strong&gt;, ist u. a. dadurch &lt;strong&gt;kostengünstiger&lt;/strong&gt; als proprietäre Produkte und kann Verwaltungen mehr &lt;strong&gt;Handlungsfähigkeit&lt;/strong&gt; bieten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FOSS ermöglicht, dass ein Programm den eigenen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend gestaltet werden kann. Der gleiche Code kann also für &lt;strong&gt;verschiedene Zwecke&lt;/strong&gt; eingesetzt werden. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Lizenzen von FOSS es zulassen, dass Programme mit anderen &lt;strong&gt;geteilt&lt;/strong&gt; werden können, dies kann eine enorme Kostenersparnis für die öffentliche Hand bedeuten. Insbesondere da bereits geänderte Versionen weiter verbreitet werden können. All dies ist mit proprietärer Software nicht oder nur unter erheblichem Kostenaufwand und dem Wohlwollen gewinnorientierter Unternehmen möglich. Dadurch, dass der Quelltext von FOSS &lt;strong&gt;für alle zugänglich&lt;/strong&gt; ist, sind wir in der Lage, andere an unseren &lt;strong&gt;Best Practices&lt;/strong&gt; und Weiterentwicklungen teilhaben zu lassen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;hindernisse-beim-zugang-und-einsatz-von-foss&quot;&gt;Hindernisse beim Zugang und Einsatz von FOSS&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Trotz dieser Vorteile setzen die meisten Verwaltungen in Deutschland zum großen Teil auf proprietäre Software-Produkte. Sei es, weil sie vor dem &lt;strong&gt;einmaligen Aufwand&lt;/strong&gt; eines Wechsels und den Folgekosten in der Anpassung ihrer Systeme zurückschrecken, sie an &lt;strong&gt;Verträge&lt;/strong&gt; mit großen Software-Unternehmen gebunden, ihnen keine Alternativen bekannt sind oder sie sich vor &lt;strong&gt;Kompatibilitätsproblemen&lt;/strong&gt; mit den proprietären Produkten anderer Verfahren in der Verwaltung sorgen. Auch die eigene Entwicklung von Software und deren Öffnung im Sinne der Forderung &lt;a href=&quot;https://publiccode.eu/&quot;&gt;„Public Money? Public Code!“&lt;/a&gt; ist in Deutschland bisher immer noch kein Alltag. Im Gegenteil besteht wie oben dargelegt, die erste Hürde bereits in der Anwendung bestehender FOSS. Dabei gäbe es jetzt schon Möglichkeiten, den Quelltext von mit öffentlichen Geldern entwickelter Software für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Mit z. B. GitHub, einer Plattform auf der Entwickler:innen ihren Code teilen können, gibt es eine Plattform, auf der bereits einige wenige öffentliche Verwaltungen wie das Bundesarbeits- oder Bundesfinanzministerium Quelltext zur Verfügung stellen. Die Plattform GitHub ist aber privat, also keine staatlich-geförderte, selbst-gehostete Infrastruktur. Damit stehen Nutzende und die Existenz der Plattform selbst in einem großem &lt;strong&gt;Abhängigkeitsverhältnis&lt;/strong&gt; zu einem Unternehmen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;vorteile-einer-öffentlichen-plattform&quot;&gt;Vorteile einer öffentlichen Plattform&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ohne die entsprechenden Plattformen ist das Teilen von FOSS viel schwieriger und auf eine kleinere, „eingeweihte“ Gruppe von Menschen bzw. Behörden beschränkt. Der dezentrale Faktor von FOSS kann deshalb von einer &lt;strong&gt;zentralen und sichtbaren Instanz&lt;/strong&gt; profitieren, die die Auffindbarkeit von Produkten verbessert und die Suche erleichtert. Mit einer Plattform der öffentlichen Hand können sich Verwaltungen &lt;strong&gt;über alle föderalen Ebenen&lt;/strong&gt; hinweg miteinander vernetzen und erfolgreiche Open Source Tools breitenwirksam zum Einsatz bringen. Das setzt den &lt;strong&gt;politischen Willen&lt;/strong&gt; voraus, in eigene IT-Infrastruktur zu investieren und dies dann auch &lt;strong&gt;tatsächlich umzusetzen&lt;/strong&gt;. Zudem wird durch Plattformen der &lt;strong&gt;Austausch zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft&lt;/strong&gt; befördert (aber nur, wenn entsprechende Beteiligungsstrukturen mitgedacht werden). So kann die Expertise, z. B. der Civic-Tech-Community dazu führen, dass Softwareprojekte besser an den Bedürfnissen der Nutzer:innen und &lt;strong&gt;gemeinwohlorientierter&lt;/strong&gt; gestaltet werden. Eine Plattform lebt also von der Community, die mit ihr verbunden ist: Nach innen mit den Verwaltungen selbst sowie nach außen mit der digitalen Zivilgesellschaft. Auch hier müssen &lt;strong&gt;personelle Ressourcen&lt;/strong&gt; für die Plattform ansetzen, so dass hauptamtliche Entwickler:innen mit Journalist:innen, Aktivist:innen und anderen Mitwirkenden der (digitalen) Zivilgesellschaft zusammengebracht werden und Austausch entsteht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für Politik und Verwaltungen hat eine solche Plattform und die Kollaboration, die sie ermöglicht, nicht zuletzt den Vorteil, dass das &lt;strong&gt;Vertrauen in den Staat&lt;/strong&gt; und seine Software-Produkte gesteigert wird, da Zweck und Funktionen von Anwendungen unabhängig überprüft werden können. Die erlangte &lt;strong&gt;Transparenz&lt;/strong&gt; stärkt die demokratische Rechenschaftspflicht und entfaltet so über das jeweilige Produkt hinaus gesellschaftlichen Mehrwert. Verwaltungen erhalten die &lt;strong&gt;Souveränität&lt;/strong&gt; über ihre eigenen Daten zurück, indem sie in der Wahl ihrer Software darauf achten können, wer welche Daten speichert oder verarbeitet. Sie können regionale Unternehmen stärken, die sie mit dem Um- bzw. Aufbau und der Instandhaltung ihrer IT-Infrastruktur beauftragen. Auch wenn hier zunächst &lt;strong&gt;Investitionen&lt;/strong&gt; in den Umbau der Verwaltung benötigt werden, werden die langfristigen Kosten durch FOSS erheblich gesenkt. Verwaltungen erhalten die Möglichkeit, ihre Software entsprechend ihrer Bedürfnisse einzurichten, damit die &lt;strong&gt;Nutzerfreundlichkeit&lt;/strong&gt; zu steigern und ihre eigenen &lt;strong&gt;Arbeitsprozesse agiler&lt;/strong&gt; zu gestalten.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;bedingungen-einer-erfolgreichen-umsetzung&quot;&gt;Bedingungen einer erfolgreichen Umsetzung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Um die Vorteile von FOSS zu sichern, dürfen auf einer solchen Plattform die &lt;strong&gt;Anforderungen für eine Aufnahme&lt;/strong&gt; nicht zu hoch sein, so dass auch kleinere Projekte profitieren. Dies ist in Balance zu halten mit einer entsprechenden &lt;strong&gt;Qualitätssicherung&lt;/strong&gt; des abgelegten Codes (u. a. versioniert, open source). Dies erfordert zum Einen die &lt;strong&gt;Dokumentation&lt;/strong&gt; durch die Entwickler:innen und andere Beteiligte. Hierzu gehört aber vor allem, dass von der öffentlichen Hand genügend &lt;strong&gt;finanzielle Mittel&lt;/strong&gt; bereitgestellt werden, um die Plattform vor allem personell entsprechend der Anforderungen zu betreuen, den Code also zu verwalten (z. B. indem es konkrete Ansprechpartner:innen für die Sortierung von Issues, die Annahme von Pull Requests oder die Durchsetzung von Standards gibt). In diesem Zusammenhang sind bis zu einem bestimmten Grad auch automatisierte Qualitätsüberprüfungen denkbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FOSS für Verwaltungen für alle auf einer Plattform zugänglich zu machen, wird alleine aber keinen Wandel in unseren Verwaltungen bewirken. Wichtiger als die Einführung einer öffentlichen FOSS-Plattform ist die &lt;strong&gt;Verpflichtung&lt;/strong&gt; der öffentlichen Verwaltungen, FOSS in ihren Behörden einzusetzen. Software-Produkte, die sich dabei als besonders praktikabel erweisen, sollten über die Plattform nicht nur ausgezeichnet werden, sondern im Zweifel auch durch Dienstanweisungen in die Behörden gebracht werden. Mit dieser Konsequenz könnte nicht zuletzt auch ein &lt;strong&gt;Kulturwandel&lt;/strong&gt; in den Verwaltungen eingeleitet werden. Hierzu gehört auch, dass die zentralisierte Sammlung von Code dafür genutzt wird, &lt;strong&gt;Standardisierungen&lt;/strong&gt; zu schaffen und durchzusetzen. Des Weiteren sollte eine solche Plattform mit der Forderung &lt;strong&gt;„Public Money? Public Code!“&lt;/strong&gt; verbunden sein, nach der Verwaltungen in ihren Ausschreibungen zwingend darauf achten müssen, FOSS als Bedingung für die Investition öffentlicher Gelder zu machen. Entsprechende Richtlinien müssen verpflichtend in der Vergabe von Aufträgen aufgenommen und gesetzlich vorgeschrieben werden. Diese Bedingungen haben den Vorteil, dass letztlich nicht nur ein weiteres Tool, eine weitere Plattform geschaffen wird, sondern die Verwaltungen nachhaltig dazu ermächtigt werden, diese zu nutzen und FOSS zur Sicherung ihrer eigenen Souveränität einzusetzen.&lt;/p&gt;
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        <pubDate>Mon, 27 Jul 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/Oeffentliche-FOSS-Plattform.html</link>
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      </item>
    
      <item>
        <title>Black Lives Matter — Erklärung von Code for All</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/CodeforAll-Main Logo - White Background.png&quot; alt=&quot;CodeforAll-Main Logo - White Background.png&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;wir-stehen-gegen-polizeibrutalität-white-supremacy-und-rassismus-wir-glauben-dass-regierungen-und-technologie-für-alle-da-sein-sollten-nicht-nur-für-die-privilegierten&quot;&gt;Wir stehen gegen Polizeibrutalität, White Supremacy und Rassismus. Wir glauben, dass Regierungen und Technologie für alle da sein sollten, nicht nur für die Privilegierten.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Liebe Code for All Community,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;wir bei Code for All sind zutiefst empört und traurig über die Morde an George Floyd, Breonna Taylor, Ahmaud Arbery, Collins Khosa, Petrus Miggles und zahllosen anderen, die in den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt von Polizisten ermordet wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;White Supremacy und die Brutalität der Polizei sind nicht neu, ebenso wenig wie die verwurzelten rassistischen Praktiken, die unsere Institutionen weltweit anwenden. Rassismus ist ein Problem, das in allen Gesellschaften weit verbreitet ist. Chancen sind ungleich verteilt. Strafen werden ungleich verhängt. Die Ungerechtigkeit für BIPOC (Black, Indigenous und People of Color) ist in unsere Systeme, Politik und Gesetze eingebrannt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Technologie hat es uns ermöglicht, die Abgründe von Rassismus in unseren Institutionen und in unserem Leben sichtbar zu machen, aber dieser Rassismus war schon immer da. Er ist ein Gestaltwandler; er kommt in vielen verschiedenen Formen vor, seine Form wird zu jeder Zeit von Privilegien, Klasse und Wirtschaft diktiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Regierungsinstitutionen erkennen nicht an, wie BIPOC tagtäglich unter Diskriminierung leiden. Es geht nicht nur um Todesfälle und normalisierte Gewalt, sondern auch um Unterdrückung, den Mangel an Chancen und sozialer Mobilität, alltägliche Schikanen und Brutalität durch die Polizei, die Stereotypisierung von BIPOC. Es geht auch um den mangelnden Willen der Entscheidungsträger:innen, die gegenwärtige Situation in Frage zu stellen und zu akzeptieren, was wir als Tatsache sehen: Unsere sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Systeme, Politiken und Gesetze sind auf White Supremacy und der ständigen Ausbeutung von BIPOC aufgebaut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir stehen mit Demonstrierenden und Organisationen auf der ganzen Welt zusammen, die sich gegen systemischen Rassismus einsetzen. Wir positionieren uns gegen White Supremacy, Rassismus und Gewalt gegen BIPOC in all seinen Formen. Als globales, zivilgesellschaftliches Civic-Tech-Netzwerk treten wir für Vielfalt und Inklusion in unseren Gemeinschaften ein und schätzen demokratische Institutionen, die allen im digitalen und nicht-digitalen Raum die gleiche Plattform bieten, Bürger:innen und Nicht-Bürger:innen gleichermaßen. &lt;strong&gt;Regierungen und Technologien sollten für alle da sein, nicht nur für die Privilegierten. Es liegt an uns allen, diese Systeme zu korrigieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir glauben, dass die Infragestellung und Dekonstruktion von Systemen, die auf White Supremacy und auf Rassismus beruhen, von zentraler Bedeutung für unsere Arbeit sind. Im zivilgesellschaftlichen Tech-Ökosystem ist es unsere Aufgabe durch Prinzipien von Demokratie, Regierungstransparenz, Technologie und Design Widerstand gegen systemischen Rassismus zu schaffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ebenso müssen wir den verinnerlichten Rassismus in uns selbst herausfordern und dekonstruieren. Dies ist kontinuierliche und persönliche Arbeit, die Weiße und Privilegierte - die jeden Tag von Unterdrückungssystemen profitieren - annehmen und für die sie sich gegenseitig zur Rechenschaft ziehen müssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir wissen, dass viele von Euch nicht in den Vereinigten Staaten sind und dass Euch dieses Thema auf unterschiedliche Weise berühren könnte. Als Netzwerk sind wir offen für Diskussionen und Rückmeldungen darüber, wie die zivilgesellschaftliche Tech-Gemeinschaft einen Beitrag zu diesen und anderen Fragen leisten kann, um Gerechtigkeit für BIPOC und andere an den Rand gedrängte Gemeinschaften zu fördern. Wir hoffen, mehr von und über Eure Perspektiven zu erfahren. Danke, dass Ihr Euch unsere angehört habt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir beginnen dieses Gespräch mit Bescheidenheit und wissen, dass unsere Arbeit nicht perfekt war und sein wird, dass es aber dennoch unsere Verantwortung ist, uns zu engagieren. Wir erkennen an, dass Solidaritätserklärungen von Organisationen mit Verpflichtungen zur antirassistischen Arbeit einhergehen sollten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Welche Maßnahmen könnt Ihr ergreifen, um Verbündete zu werden? Black Liberation ist für die kollektive Befreiung erforderlich. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Ihr aktiv werden könnt:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Hinweis: Wir würden diese Liste von Ressourcen gerne weiter ergänzen, damit sie repräsentativ für verschiedene Umstände und Kontexte auf der ganzen Welt ist. Bitte teilt mit uns alle Ressourcen, die Eurer Meinung nach in diese Liste aufgenommen werden sollten.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;bilde-dich-weiter&quot;&gt;Bilde dich weiter&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://docs.google.com/document/d/1juQ90h7MXdpBQp57kQ7HT6aDRMFrVGfeG17lvwfqqNY/edit#&quot;&gt;Code for America DEI committee, Anti-racism, accountability, and support resources&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://docs.google.com/document/d/1PrAq4iBNb4nVIcTsLcNlW8zjaQXBLkWayL8EaPlh0bc/preview?fbclid=IwAR1trlWcz1KUKQGNkLtFYmvKWBUwefpcNDNyiknv1TK3k6W1z6vqDBDHeg4&amp;amp;pru=AAABcp9vA5k*hbeF4QRVVqZdBoxX2Fg-Ug&quot;&gt;Scaffolded Anti-Racist Resources&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://docs.google.com/document/u/0/d/1BRlF2_zhNe86SGgHa6-VlBO-QgirITwCTugSfKie5Fs/mobilebasic&quot;&gt;Anti-racism resources for non-BIPOC&lt;/a&gt; (im Allgemeinen gut für alle, die mehr lernen wollen)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.bustle.com/p/10-books-about-race-to-read-instead-of-asking-a-person-of-color-to-explain-things-to-you-8548796?utm_campaign=Oktopost-COVID+response&amp;amp;utm_content=Oktopost-twitter&amp;amp;utm_medium=social&amp;amp;utm_source=twitter&quot;&gt;10 Books about Race to Read&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://medium.com/equality-includes-you/what-white-people-can-do-for-racial-justice-f2d18b0e0234&quot;&gt;Actions for racial justice&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://venturebeat.com/2020/06/02/some-essential-reading-and-research-on-race-and-technology/amp/?__twitter_impression=true&amp;amp;fbclid=IwAR1mP_5y1oJQKj851rCKSYeAGfPXSFlYQpBOZKVnbB-mLwx_k4IB3KaCwNU&amp;amp;utm_source=thenewstack&amp;amp;utm_medium=website&quot;&gt;Essential reading and research on race and technology&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;engagiere-dich&quot;&gt;Engagiere Dich&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wir empfehlen Dir, vor Ort in Deinem Land oder Deiner Stadt nach Organisationen zu suchen, die sich auf die Sichtbarkeit und Gleichberechtigung von BIPOC konzentrieren. Jedes Land hat eine andere Geschichte von Rassismus und Unterdrückung, es ist wichtig, die Akteur:innen zu erkennen, die diesen Kampf in unseren individuellen Kontexten führen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://thenewstack.io/black-lives-matter-how-the-tech-community-can-provide-support/&quot;&gt;Black Lives Matter: How the Tech Community can provide support&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;spenden-oder-fundraising&quot;&gt;Spenden oder Fundraising&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://secure.actblue.com/donate/ms_blm_homepage_2019&quot;&gt;Spende&lt;/a&gt; für &lt;a href=&quot;https://blacklivesmatter.com/&quot;&gt;Black Lives Matter&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;pass-auf-dich-auf&quot;&gt;Pass auf Dich auf&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://docs.google.com/document/d/1dWShg0TZ7nJz5YJsCa1DyGCGTJMrUEd8du5vC6boVhs/mobilebasic&quot;&gt;Ressourcen für psychische Gesundheit für BIPOC&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.beam.community/bvtn&quot;&gt;Black Virtual Therapist Network&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;p&gt;Wenn Du dem Netzwerk Feedback geben möchtest oder Ideen zur Diskussion hast, kannst Du uns unter contact@codeforall.org kontaktieren oder Dich mit uns über den Code for All Slack in Verbindung setzen (sende uns eine Nachricht an @lorin, @sofia oder @kelly she/her).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir danken Code for America und den Aktivist:innen von Black Lives Matter, dass sie diese Ressourcen geteilt haben. Diese Zusammenstellung ist keine endgültige Liste, sondern soll ein Ausgangspunkt sein, um verschiedene Wege zum Handeln zu finden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bitte pass auf Dich auf, und wir hoffen, dass Du sicher und gesund bleibst,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Code for Japan&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Codeando México&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Code for Germany&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Civic Tech Sweden&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;mySociety&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Code for America&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Code for Australia&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ePaństwo Foundation / Code for Poland&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Waag&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Code for Canada&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sinar Project&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Code for Pakistan&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ciudadanía Inteligente&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;OpenUp&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Code for Africa&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;amp; The Code for All Team&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Original Erklärung wurde auf Englisch am 15. Juni 2020 &lt;a href=&quot;https://medium.com/code-for-all/black-lives-matter-statement-from-code-for-all-e4b78804b54a&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; veröffentlicht.&lt;/p&gt;
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        <pubDate>Tue, 16 Jun 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/Black-Lives-Matter.html</link>
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      </item>
    
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        <title>Online-Seminar: Resiliente Kommunalverwaltungen - wie agieren wir krisenfest und flexibel?</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/Town_Picture_by_john_moeses_bauan_unsplash.jpg&quot; alt=&quot;Town_Picture_by_john_moeses_bauan_unsplash.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Krisenzeiten legen Mängel und Versäumnisse schonungslos offen. Krisenzeiten machen aber auch einen Raum auf für Kreativität, Kooperation und Partizipation. Eine Zeit, in der neue Lösungen entstehen können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Corona-Zeiten laufen Kommunalverwaltungen auf Hochtouren. Auflagen müssen schnell umgesetzt und dynamisch angepasst werden. Bürger*innen brauchen Informationen und auch die alltäglichen Verwaltungsdienstleistungen müssen weitergehen. Das alles passiert, während auch die Mitarbeiter*innen der Verwaltung zu großen Teilen ins Homeoffice sollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was können wir aus der Krise und in der Krise lernen? Ist &lt;a href=&quot;https://codefor.de/assets/presse/20200409-CFG-Handbuch-Krisenresilienz.pdf&quot;&gt;Open Government der Schlüssel zu einer resilienten Verwaltung&lt;/a&gt;? Gemeinsam mit dem &lt;a href=&quot;http://www.staedtetag.de/&quot;&gt;Deutschen Städtetag&lt;/a&gt; wollen wir dies in einem Webinar beleuchten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aufbau von IT-Kompetenz und -infrastruktur, Open Data, Open Source, interkommunale Vernetzung, Einbeziehung der Zivilgesellschaft – wir laden euch herzlich ein, mit uns zu diskutieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Webinar „Resiliente Kommunalverwaltungen – wie agieren wir krisenfest und flexibel?“ findet statt am &lt;strong&gt;30. Juni 2020, 17.00 Uhr&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Folgender &lt;strong&gt;Ablauf&lt;/strong&gt; ist geplant:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;17.00 Uhr	Begrüßung und Input&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;17.20 Uhr	Best Practice Beispiel&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;17.30 Uhr	Diskussion&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Veranstaltung endet spätestens um 18.30 Uhr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bitte melde dich unter dieser E-Mail Adresse an: krisenresilienz@staedtetag.de. Das Webinar wird als ZOOM-Konferenz veranstaltet werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Teil die &lt;a href=&quot;https://github.com/okfde/codefor.de/raw/gh-pages/assets/blog/Einladung_Webinar_Krisenresilienz.pdf&quot;&gt;Einladung&lt;/a&gt; auch mit deiner Stadtverwaltung! Die Veranstaltung ist für alle offen.&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Thu, 04 Jun 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/Webinar-Resiliente-Kommunalverwaltungen.html</link>
        <guid isPermaLink="true">http://codefor.de/blog/Webinar-Resiliente-Kommunalverwaltungen.html</guid>
      </item>
    
      <item>
        <title>Offene Standards: Technologien standardisiert zugänglich machen</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/code_photo_by_ilya_pavlov_unsplash.jpg&quot; alt=&quot;code_photo_by_ilya_pavlov_unsplash.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Code for Germany fordert bei digitalen Anwendungen der öffentlichen Hand Offene Standards. Das sind formalisierte Verfahren, wie Technologien und Daten strukturiert werden, um sie nachvollziehbar und weiter bearbeitbar zu machen. Zuletzt haben wir in unserem &lt;a href=&quot;https://codefor.de/assets/presse/20200409-CFG-Handbuch-Krisenresilienz.pdf&quot;&gt;Handbuch zu Krisenresilienz von Verwaltungen&lt;/a&gt; dafür plädiert, Offene Standards bei der Verwaltungsdigitalisierung zu nutzen, um &lt;a href=&quot;https://okfn.de/themen/offenes_regierungshandeln/&quot;&gt;Open Government&lt;/a&gt; durchzusetzen und um Verwaltungen dadurch im Austausch mit der Zivilgesellschaft ihre Handlungsfähigkeit zu sichern.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;was-sind-offene-standards&quot;&gt;Was sind Offene Standards?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein &lt;a href=&quot;https://fsfe.org/activities/os/os.de.html&quot;&gt;Offener Standard&lt;/a&gt; ist zunächst ein technischer Standard, der in Freier und Offener Software eingesetzt wird. Es handelt sich dabei um eine Einigung auf eine gemeinsame Norm, die es ermöglicht, Informationen frei und ohne Veränderungen zu speichern (Format) oder zu übertragen (Protokoll). Das bedeutet, dass andere Menschen auf die Technik oder Inhalte Dritter aufbauen oder sie in anderen Kontexten weiterentwickeln können. Im Gegensatz dazu stünde ein ‘geschlossener’ Standard, also z. B. eine proprietäre Anwendung, an der nur ein bestimmtes Unternehmen die Rechte hat, Veränderungen vorzunehmen oder überhaupt den Code einzusehen. Der Gedanke hinter Offenen Standards ist also der gleiche wie hinter Offener Software und Offenen Daten: Sie sollen öffentlich zugänglich, ihre Verwendung nicht rechtlich oder technisch eingeschränkt sein und die Beteiligung von Dritten ermöglichen. In der Zukunft könnten Offene Standards auch maximale Interoperabilität hervorbringen. &lt;a href=&quot;https://netzpolitik.org/2019/nie-mehr-whatsapp-eu-staaten-koennten-messenger-zur-oeffnung-zwingen/&quot;&gt;Praktisch könnte dies bedeuten&lt;/a&gt;, dass eine Person mit Messenger A einer Person mit Messenger B schreiben könnte und zwar ohne, dass die andere den jeweils neuen Messenger installieren müsste. Bei E-Mails ist dieser Austausch zwischen verschiedenen Anbietern bereits möglich.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;wie-helfen-standards-den-nutzerinnen-von-anwendungen&quot;&gt;Wie helfen Standards den Nutzer*innen von Anwendungen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Aus vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen sind Standards kaum noch wegzudenken. Der Euro ist ein Währungsstandard, mit dem wir in gegenwärtig 19 Ländern zahlen, ohne Währungen tauschen zu müssen. Der Standard DIN A4 steht für eine bestimmte Papiergröße, bei der die meisten genau wissen, welches Format gemeint ist. Auf EU-Ebene gibt es seit einiger Zeit eine Diskussion darum, die &lt;a href=&quot;https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Nach-Apple-Warnung-EU-Kommission-setzt-Ladegeraet-Vorgabe-auf-Agenda-4648717.html&quot;&gt;Ladekabel&lt;/a&gt; bei Mobiltelefonen zu vereinheitlichen. Das würde die Abschaffung unseres heimischen Kabelsalats bedeuten und positive ökologische Auswirkungen haben. Es gibt auch bereits etablierte Offene Standards in der Softwareentwicklung, wie &lt;a href=&quot;https://www.open311.org/&quot;&gt;Open311&lt;/a&gt;, ein internationaler IT-Schnittstellenstandard, über den Daten maschinell ausgelesen werden können. Er ist zum Beispiel im &lt;a href=&quot;https://anliegen.bonn.de/seiten/Open-Data-mit-Open311&quot;&gt;Mängelmelder&lt;/a&gt; der Stadt Bonn eingebaut, über den Bürger*innen u. a. defekte Ampeln melden können. Offene Standards dieser Art sollen unserer Meinung nach in vielen anderen Bereichen auch etabliert werden.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;herausforderungen-für-die-civic-tech-community&quot;&gt;Herausforderungen für die Civic-Tech-Community&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In der (Civic-)Tech-Community herrscht aber &lt;a href=&quot;https://matrix.org/blog/2020/01/02/on-privacy-versus-freedom&quot;&gt;keineswegs Einigkeit&lt;/a&gt; darüber, ob die Interoperabilität von Offenen Standards zwangsläufig auch die &lt;a href=&quot;https://signal.org/blog/the-ecosystem-is-moving/&quot;&gt;gewünschten positiven Effekte&lt;/a&gt; z. B. im Hinblick auf Datenschutz und Zugangsmöglichkeiten erwirkt. Denn mehr Verflechtungen zwischen einzelnen Anwendungen erhöhen auch die Komplexität. Es braucht mehr Menschen, die genau hinsehen, ob in einer Anwendung auch das drin ist, was drauf steht. Nutzende, die weniger Verständnis von Technik haben, sind dann umso mehr darauf angewiesen, dass eine engagierte und starke Civic-Tech-Community diese wichtige Aufgabe für sie übernimmt. Dies bewerkstelligt die Community bereits im Bereich Freier und Offener Software. Viele Menschen nutzen diese Software, weil sie ihnen mehr Unabhängigkeit und Flexibilität ermöglicht. Sie verlassen sich auf deren Einschätzung und Überprüfung durch die &lt;a href=&quot;https://prototypefund.de/was-ist-die-digitale-zivilgesellschaft/&quot;&gt;digitale Zivilgesellschaft&lt;/a&gt;. Diese Leistungen werden in der Regel unentgeltlich und in der Freizeit erbracht. Deshalb &lt;a href=&quot;https://digitalezivilgesellschaft.org/&quot;&gt;fordern&lt;/a&gt; wir eine entsprechende Unterstützung der Ehrenamtlichen und staatliche Förderung für digitale Infrastruktur.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;praktische-anwendungsmöglichkeiten&quot;&gt;Praktische Anwendungsmöglichkeiten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Auf der anderen Seite ist es genau diese Form von Freiheit in der Weiternutzung von Software, die Innovationen befördert, die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern verhindert, demokratische Teilhabe ermöglicht und auch einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leistet. Bei Code for Germany betrachten wir Offene Standards vor allem im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Verwaltungen und Bürger*innen. Offene Standards ermöglichen es der Zivilgesellschaft, politisches Handeln besser zu kontrollieren und Verwaltungsbeschlüsse einfacher nachzuvollziehen - und das alles über die Grenzen der eigenen Kommune oder des eigenen Landes hinweg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gute Beispiele dafür gibt es bereits: Das Projekt &lt;a href=&quot;https://oparl.org/&quot;&gt;OParl&lt;/a&gt; setzt sich für die Möglichkeit eines einheitlichen Zugriffs auf die Ratsinformationssysteme deutscher Kommunen ein. Mit der standardisierten Schnittstelle, für die das Projekt wirbt, können Informationen neu kombiniert und neuen Zwecken zugeführt werden. Die Seite &lt;a href=&quot;https://kleineanfragen.de/&quot;&gt;Kleine Anfragen&lt;/a&gt; hat das Gleiche mit den Kleinen Anfragen aus den Parlamenten von Bund und Ländern gemacht. Mit Kleinen Anfragen haben Abgeordnete die Möglichkeit, Informationen von der Regierung zu bekommen und dadurch parlamentarische Kontrolle auszuüben. Ein Offener Standard in den jeweiligen Portalen von Bund und Ländern würde über entsprechende Schnittstellen das Auffinden von Informationen erheblich vereinfachen und damit auch die Zivilgesellschaft stärken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben technischen Gesichtspunkten hat es also auch ganz klare gesellschaftliche Vorteile, Offene Standards in der Verwaltungsdigitalisierung einzufordern. Auch wenn nicht alle von uns in der Lage sind, die Offenen Standards technisch zu nutzen, profitieren wir trotzdem von den Informationen und Möglichkeiten, die daraus entstehen und die über Aktive wie bei Code for Germany für die Gesellschaft entwickelt werden.&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Wed, 27 May 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/Offene-Standards.html</link>
        <guid isPermaLink="true">http://codefor.de/blog/Offene-Standards.html</guid>
      </item>
    
      <item>
        <title>Nachhaltiger digitaler Wandel – welchen Beitrag kann Civic Tech leisten?</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/unsplash_photo_by_sanni_sahil_1.jpg&quot; alt=&quot;unsplash_photo_by_sanni_sahil_1.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt viele gute Argumente für digitale Werkzeuge, denn sie helfen uns, zahlreiche Bereiche unseres Lebens und unserer öffentlichen Verwaltung einfacher oder effektiver zu gestalten. In der Civic-Tech-Szene entwickeln wir jährlich viele Prototypen, die großes gesellschaftliches Potenzial entfalten können. Gleichzeitig können diese Tools aber auch ökologische Nachteile mit sich bringen, beispielsweise wenn sie viel Energie verbrauchen oder sie aus nicht recycelbaren und sog. kritischen Rohstoffen bestehen. Uns ist deshalb daran gelegen, den digitalen Wandel nachhaltig zu gestalten und das umfasst ökologische ebenso wie soziale Nachhaltigkeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einerseits bringt der digitale Wandel zwar durchaus viele Möglichkeiten z. B. ressourcensparender Steuerungen mit sich. Zugleich belasten die für Technologien nötigen Ressourcen unser Ökosystem. Materialaufwand, Reparierbarkeit und Energiebilanz etwa müssen bereits im Entwicklungsstadium von Anwendungen zentral sein. Während dies den großen Software-Unternehmen oftmals schwer zu fallen scheint, kann die dezentral aufgestellte Civic-Tech-Szene Ideen zur nachhaltigen Digitalisierung vergleichsweise leichter und agil umsetzen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;energiesparen-bei-nutzungsverhalten-und-contenterstellung&quot;&gt;Energiesparen bei Nutzungsverhalten und Contenterstellung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Digitale Anwendungen benötigen während ihrer Nutzung Energie auf dem eigenen Endgerät, sie werden heute aber auch oft irgendwo auf der Welt lokal auf Servern gespeichert, die zudem gekühlt und gewartet werden müssen. Hinzu kommt die Energie, die für permanente Datenübertragung nötig ist. Clouds und Streaming sollten also nicht immer die erste und einzige Option sein. Nicht jede Software verbraucht zudem gleich viel Energie, hier muss bei der Entwicklung wieder stärker ein Augenmerk auf sparsame Anwendungen gesetzt werden, auch wenn unserer Geräte selbst immer leistungsfähiger werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insbesondere Bilder und Videos sind außerdem energiehungrig – sie nur an der ein oder anderen Stelle bewusst einzusetzen wäre also bereits ein großer Beitrag. Wer in der Gestaltung von Content arbeitet, hat damit besonders viel Spielraum für Schritte zur Nachhaltigkeit– sogar, wenn sie oder er nicht so technikaffin ist. Civic-Tech-Anwendungen, die mit diesem Wissen im Hinterkopf gestaltet wurden, sehen deswegen oft schlichter oder reduzierter aus als ihre proprietären Pendants. Hier liegt eine Chance, dass wir durch entsprechende Hinweise in den Anwendungen Menschen für dieses Thema sensibilisieren können und unsere Standpunkte klar kommunizieren: Funktionalität gibt es auch ohne viele Bilder und Videos.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;nutzungsdauer-von-hardware-verlängern&quot;&gt;Nutzungsdauer von Hardware verlängern&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Einen enormen Anteil an dem Ressourcenverbrauch unserer Gesellschaft hat auch die Hardware, die wir täglich nutzen. Die benötigten Rohstoffe werden häufig unter umweltschädlichen, aber auch unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut – zudem oft in Krisengebieten, sodass sie Kriege und Bürgerkrieg nähren. Es gibt keine ausreichenden Arbeitsschutzmaßnahmen, Menschen sind bei Unfällen, Krankheit, Schwangerschaft und im Alter nicht abgesichert und oft steckt ein wesentlicher Anteil an Kinderarbeit in unserer Elektronik. Umweltvorgaben zum Abbau und der Abbaumenge gibt es nicht oder sie werden nicht eingehalten und überprüft, gleiches gilt für die Entsorgung der zum Teil giftigen oder nur nicht recycelten Bestandteile. In der Folge werden Lebensräume oft so beeinträchtigt, dass sie keine gesunde Grundlage für Mensch oder Tier mehr sind: Gewässer und Böden sind vergiftet und/oder ausgelaugt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deshalb spielt die Nutzungsdauer von Geräten eine bedeutende Rolle. Die Gleichung ist einfach: Je länger Hardware im Einsatz ist, desto weniger Ressourcen sind nötig. Für die Nutzungsdauer sind Reparierbarkeit, die Produktion von Ersatzteilen und wiederum Software zentral: Software, die lange betreut wird, für die es (Sicherheits-)Updates gibt, kann auch auf alten Geräten genutzt werden und, trägt so dazu bei, Rechner oder Telefon länger im Einsatz zu halten. Das trifft häufig auf Freie und Offene Software zu. Durch ihre Nutzung machen wir uns unabhängig von einzelnen Unternehmen, die bestimmen wollen, wann wir neue Geräte kaufen müssen. Unnötiger Ressourcenabbau, Müll und Menschenrechtsverletzungen werden dadurch verringert.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;sharing-is-caring--ohne-rebound-effekt&quot;&gt;Sharing is caring – ohne Rebound-Effekt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Digitale Werkzeuge können eine nachhaltige Lebensweise aber auch begünstigen. Sharing-Systeme für Fahrzeuge, Lebensmittel oder Kleidung sorgen dafür, dass weniger Menschen neue Dinge kaufen, vor allem, wenn sie diese sowieso nur selten nutzen – zumindest solange dieses praktische Miteinander-Teilen nicht am Ende doch zu mehr Konsum motiviert oder das (geteilte) Auto die Öffis aussticht (Rebound-Effekt). Abfall entsteht natürlich trotzdem, aber mit technologischer Unterstützung können wir besser dafür Sorge tragen, die Müllentsorgung zu optimieren, z. B. indem Wertstoffe effizienter geborgen und wiedergenutzt werden. Außerdem gilt natürlich: Trenne nicht nur deinen Müll, sondern entsorge auch deinen Elektroschrott so, dass er recycelt werden kann. Das alles ist natürlich nicht spezifisch für die Civic-Tech-Community. Wir sind aber in einer guten Position, uns das entsprechende Wissen anzueignen und praktische, dezentrale Lösungen vorzuschlagen, die lokale Sharing-Gemeinschaften und eine nachhaltige Abfallentsorgung begünstigen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;verständnis-für-unsere-umwelt-entwickeln&quot;&gt;Verständnis für unsere Umwelt entwickeln&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zahlreiche Beispiele zeigen, wie uns datengestützte und digitale Werkzeuge helfen, die Welt, in der wir leben, besser zu verstehen: Mit Sensoren sammeln wir Umweltdaten und können mit der passenden Software auch große Mengen an Daten auswerten, die Aufschluss über Gefahren und neue Möglichkeiten geben. Es lassen sich Computermodelle erstellen, die Szenarien zu den Folgen des Klimawandels darstellen, Erkenntnisse für politische Entscheidungen liefern oder die nötigen Fakten, um für politische Veränderungen argumentieren zu können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Visualisierungen oder einfache Apps wiederum zeigen Menschen im Alltag ihr Umweltverhalten auf. Ein bekanntes Beispiel dafür ist z. B. der ökologische Fußabdruck, der uns unseren CO2-Verbrauch errechnet und ihn ins Verhältnis setzt. Visualisierungen helfen, das eigene umweltschädliche Handeln zu verstehen und schaffen dadurch Bewusstsein und den Willen zu Veränderung. Viele Civic-Tech-Projekte setzen an diesen Punkten an. Da sie auf Offenen Daten und Freier und Offener Software beruhen, können wir überprüfen, ob wir den dargestellten Überlegungen bzw. Ergebnissen vertrauen können. Civic Tech ist damit auch ein wichtiges Tool im Einsatz gegen Fake News zur Klimakrise.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nachhaltigkeit und Digitalisierung schließen sich also nicht gegenseitig aus. Mit den passenden Tools und einem Bewusstsein für die gegenwärtigen Schwachstellen von Soft- und Hardware können wir den digitalen Wandel nachhaltig gestalten. Gerade die Civic-Tech-Szene kann zum Beispiel mit ihrer Fokussierung auf Freie und Offene Software und minimalistisch gestalteten Anwendungen für ökologische Nachhaltigkeit eintreten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Infos in der Publikation &lt;a href=&quot;https://www.oekom.de/buch/was-bits-und-baeume-verbindet-9783962381493?p=1&quot;&gt;“Was Bits und Bäume verbindet”&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Wed, 13 May 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/Nachhaltiger-Digitaler-Wandel.html</link>
        <guid isPermaLink="true">http://codefor.de/blog/Nachhaltiger-Digitaler-Wandel.html</guid>
      </item>
    
      <item>
        <title>Netzstreik fürs Klima #CodeforClimate</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/klimawatch_gruen.png&quot; alt=&quot;klimawatch_gruen.png&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute findet der nächste globale Klimastreik statt, der angesichts der Pandemie ins Netz verlagert wird. Wir streiken für Klimaschutz, das ist den meisten wohl klar. Aber wofür noch einmal genau? &lt;a href=&quot;https://fridaysforfuture.de/forderungen/&quot;&gt;Fridays for Future&lt;/a&gt; fordern die Einhaltung der Ziele des &lt;a href=&quot;https://unfccc.int/process-and-meetings/the-paris-agreement/the-paris-agreement&quot;&gt;Pariser Abkommens&lt;/a&gt; und des 1,5°C-Ziels. Das bedeutet, den menschengemachten Temperaturanstieg auf 1.5°C zu begrenzen. Für Deutschland heißt das:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Bis zum Jahr 2035 die Nettoemissionen auf Null zu reduzieren. Nur dann können die 1,5°C gehalten werden,&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;den Kohleausstieg bis 2030 zu verwirklichen,&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035 sicherzustellen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Forderungen von Fridays for Future zielen also darauf ab, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich zu reduzieren. Zahlreiche Gruppen haben sich daraus eigene Handlungsmaximen abgeleitet. Wir von Code for Germany setzen uns unter dem Motto &lt;a href=&quot;https://codefor.de/blog/Code-For-Climate-Open-Data-Day.html&quot;&gt;„Code for Climate“&lt;/a&gt; damit auseinander, was Entwickler*innen und andere, die digital arbeiten, zum Klimaschutz beitragen können.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;was-möchten-wir-mit-code-for-climate-vermitteln&quot;&gt;Was möchten wir mit Code for Climate vermitteln?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Einige unserer Anliegen in diesem Zusammenhang sind:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Den Materialaufwand für Hardware, insbesondere von kritischen Rohstoffen, zu reduzieren und auf Reparierbarkeit von Hardware setzen, um unsere natürlichen Ressourcen zu schonen.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Freie und Offene Software dafür einsetzen, die Nutzungsdauer von Geräten zu verlängern, indem es z. B. länger Updates für Geräte gibt und wir uns nicht von den Marktstrategien großer Konzerne leiten lassen müssen.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Die Energiebilanz von digitalen Anwendungen verbessern, zum Beispiel indem Inhalte bewusst gestaltet und energiehungrige Bilder und Videos nur reduziert verwendet werden.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Civic-Tech-Anwendungen entwickeln, die uns dabei helfen, unsere Klimaschutzziele zu erreichen und uns für Klimabelange zu sensibilisieren - im eigenen Alltag und auf politischer Ebene.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Netzstreik fürs Klima heißt für uns also nicht nur, unseren Protest von der Straße ins Netz zu tragen, sondern auch, die Möglichkeiten des Internets und der Digitalisierung dafür zu nutzen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn, wie unsere Anliegen oben zeigen, auch die Digitalisierung hat klimaschädliche Auswirkungen, mit denen wir uns auseinandersetzen und für die wir Lösungen finden müssen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;mit-dem-projekt-klimawatch-das-pariser-abkommen-nachhalten&quot;&gt;Mit dem Projekt Klimawatch das Pariser Abkommen nachhalten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Projekt &lt;a href=&quot;https://klimawatch.de/&quot;&gt;Klimawatch&lt;/a&gt;. Hier werden die Klimaschutzbemühungen von Kommunen visualisiert und in Bezug zum Pariser Abkommen gesetzt. Während die meisten anderen Anwendungen, die es in dem Bereich gibt, auf größere nationale oder internationale Ebenen blicken, schauen wir, was direkt vor unserer Haustür politisch geplant und umgesetzt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Emissionen werden nach verschiedenen Feldern aufgeschlüsselt angezeigt, die Daten erläutert und ihre Quellen transparent aufgeschlüsselt. Daraus ergeben sich konkrete Themen für die Ansprache unserer lokalen Vertreter*innen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Je mehr Kommunen mitmachen, desto besser lassen sich die Klimaschutzkonzepte der einzelnen Kommunen miteinander vergleichen. Wie es in deiner Stadt aussieht? Setz dich mit unserem Projektteam in Kontakt und &lt;a href=&quot;https://klimawatch.de/anleitung/&quot;&gt;füge die Daten deiner Kommune hinzu!&lt;/a&gt; So wird dein Netzstreik fürs Klima noch erfolgsversprechender.&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Fri, 24 Apr 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/Netzstreik-fuers-Klima.html</link>
        <guid isPermaLink="true">http://codefor.de/blog/Netzstreik-fuers-Klima.html</guid>
      </item>
    
      <item>
        <title>Der Musterdatenkatalog ist online!</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/Musterdatenkatalog_Teaser.jpg&quot; alt=&quot;Musterdatenkatalog_Teaser.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;open-data-leitfaden-für-kommunen-und-datenportal-für-transparenz-enthusiastinnen&quot;&gt;Open-Data-Leitfaden für Kommunen und Datenportal für Transparenz-Enthusiast*innen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ihr habt schon einmal nach Offenen Daten gesucht und diese nicht gefunden? Dann wolltet ihr auf die lokale Verwaltung zugehen aber  wusstet nicht genau, wie? Ihr fragt euch, wie man die Verwaltung motivieren kann, selbst an dem Thema dran zu bleiben?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn euch diese Fragen umtreiben, könnt ihr zukünftig auf den &lt;a href=&quot;https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/smart-country/musterdatenkatalog&quot;&gt;Musterdatenkatalog&lt;/a&gt; verweisen. Der Musterdatenkatalog wurde vom KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung, GovData – das Datenportal für Deutschland, unter Mitarbeit von Mila Frerichs, von der Bertelsmann Stiftung und der Open Knowledge Foundation zusammen entwickelt. Mit diesem Projekt ist es möglich, sich einen umfassenden Überblick darüber zu verschaffen, welche Kommunen welche Datensätze als Offene Daten zur Verfügung stellen. Gleichzeitig wird auf dem Portal Infomaterial für Einsteiger*innen geboten. Der erste Schritt in die Open-Data-Welt wird also einfacher!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was bietet der Musterdatenkatalog? Der Katalog kategorisiert die  Daten anhand ihrer Metadaten und ordnet diese rund 60 Themen zu. So werden unterschiedliche Bezeichnungen der Kommunen vereinheitlicht. Dadurch wird es möglich, sich alle Offenen Daten einer Kommune oder auch bestimmte thematische Daten verschiedener Kommunen anzeigen zu lassen und miteinander zu vergleichen. Ergänzt wird das Angebot durch eine &lt;a href=&quot;https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/open-data-in-kommunen2019&quot;&gt;Open-Data-Broschüre&lt;/a&gt; für Einsteiger*innen und einen &lt;a href=&quot;https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/ein-leitfaden-fuer-offene-daten&quot;&gt;Open-Data-Leitfaden&lt;/a&gt;, der Schritt für Schritt den Weg zur Open-Data-Stadt erläutert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Katalog eignet sich einerseits, um Verwaltungen aufzuzeigen, in welchen Themenbereichen Open-Data-Schätze schlummern und wie sie durch deren Bereitstellung Transparenz und Vertrauen in staatliches Handeln schaffen können. Mit Open Data können Verwaltungen außerdem Ressourcen sparen und effizienter arbeiten, da Daten leichter geteilt und für viele verschiedene Zwecke genutzt werden können. Der Musterdatenkatalog lädt andererseits auch diejenigen zum Stöbern ein, die neue Civic-Tech-Projekte verwirklichen möchten. Die Datensätze im Musterdatenkatalog kommen gegenwärtig nur aus Kommunen aus NRW. Aber das muss nicht so bleiben. Macht das Projekt auch in eurer Stadt bekannt!&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Thu, 16 Apr 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/Musterdatenkatalog-online.html</link>
        <guid isPermaLink="true">http://codefor.de/blog/Musterdatenkatalog-online.html</guid>
      </item>
    
      <item>
        <title>Handbuch zu Krisenresilienz von Verwaltungen</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/chiara-f-MI8He1NWPWg-unsplash.jpg&quot; alt=&quot;chiara-f-MI8He1NWPWg-unsplash.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie &lt;a href=&quot;https://codefor.de/blog/nach-dem-Hackathon-vor-der-Nachhaltigkeit.html&quot;&gt;angekündigt&lt;/a&gt; haben wir im Anschluss an den &lt;a href=&quot;https://wirvsvirushackathon.org/&quot;&gt;WirVsVirus-Hackathon&lt;/a&gt; ein kurzes &lt;a href=&quot;https://codefor.de/assets/presse/20200409-CFG-Handbuch-Krisenresilienz.pdf&quot;&gt;Handbuch&lt;/a&gt; dazu verfasst, welche Schritte (kommunale) Verwaltungen gehen müssen, um in Krisen handlungsfähig zu bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit diesem Handbuch richten wir uns an Verwaltungsmitarbeiter*innen und die digitale Zivilgesellschaft. Unser Ziel ist es, gemeinsam an krisenresilienten Verwaltungsstrukturen zu arbeiten und die dafür erforderlichen Maßnahmen in den Bereichen Offene Daten, Freie und Offene Software und Schnittstellen, Offene Lizenzen hin zu Open Government umzusetzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir legen dar, vor welchen Herausforderungen Verwaltungen in der Krise stehen und geben konkrete Handlungsempfehlungen, wie sie ihre dringend benötigten Dienste für die Bürger*innen aufrecht erhalten und krisenbedingt anpassen können. Jede Maßnahme, die jetzt eingeleitet wird, sollte bereits zukünftige Entwicklungen und Krisen im Blick haben. Das bedeutet, dass die Weiterverarbeitung von Daten und die Nachnutzung von Anwendungen sichergestellt werden muss. Open Data und Open Government, das sind die Kernprinzipien mit denen Verwaltungen auf Dauer selbstständig und bestimmt agieren können. Dazu gehört ganz zentral, dass Verwaltungen ihre eigenen IT-Kompetenzen ausbauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Code for Germany stellt in diesem Prozess die Expertise seines Netzwerks zur Verfügung. Damit die Civic-Tech-Community die Verwaltungen aber auch weiterhin – auch außerhalb von Hackathons – unterstützen kann und eine nachhaltige gute Zusammenarbeit gelingt, &lt;a href=&quot;https://digitalezivilgesellschaft.org/&quot;&gt;fordern&lt;/a&gt; wir in diesem Zusammenhang eine Grundsatzförderung von zivilgesellschaftlichem Engagement durch die öffentlichen Hand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Teilt das Handbuch mit euren Stadtverwaltungen und anderen Aktiven! Wir freuen uns auf den Austausch und werden in den weiteren Wochen mit dem Handbuch gezielt an die entsprechenden Akteure herantreten.&lt;/p&gt;
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        <pubDate>Thu, 09 Apr 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/Handbuch-Krisenresilienz-Verwaltungen.html</link>
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        <title>Nach dem Hackathon ist vor der Nachhaltigkeit #WirVsVirus</title>
        <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/assets/blog/thomas-q-_fQ6zg_McEU-unsplash.jpg&quot; alt=&quot;thomas-q-_fQ6zg_McEU-unsplash.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;was-kann-ein-hackathon-leisten&quot;&gt;Was kann ein Hackathon leisten?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Hackathons – das Format ist in aller Munde und selbst bei denjenigen angekommen, die sich sonst vielleicht eher von Computerkram fernhalten. Bei der &lt;a href=&quot;https://okfn.de/&quot;&gt;Open Knowledge Foundation&lt;/a&gt; haben wir bei &lt;a href=&quot;https://handbuch.jugendhackt.de/&quot;&gt;Jugend hackt&lt;/a&gt; oder Code for Germany bereits viel Hackathon-Erfahrung gesammelt. Ein Hackathon ist ein Veranstaltungsformat, bei dem Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenkommen und in einem festgelegten Zeitraum zu einem bestimmten Thema arbeiten. Dabei sollen konkrete technologische Anwendungen entstehen oder bestehende weiterentwickelt werden. Diese Idee eignet sich nicht für alle Umstände gleichermaßen gut. In der gegenwärtigen Krisensituation allerdings kann ein Hackathon&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;in kurzer Zeit viel kreatives Potenzial entfalten,&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Ideation schaffen,&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Menschen vernetzen,&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen lenken,&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;schnelle Lösungsvorschläge für ein akutes Problem hervorbringen bzw. einen Prototypen testen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 id=&quot;hackathons-als-rapid-response-für-erste-lösungsansätze&quot;&gt;Hackathons als Rapid Response für erste Lösungsansätze&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Damit kann ein Hackathon unter bestimmten Umständen ein schnell-umsetzbares Format in Krisenzeiten sein. Der &lt;a href=&quot;https://wirvsvirushackathon.org/&quot;&gt;WirVsVirus-Hackathon&lt;/a&gt; hat eine Umsetzung erprobt: Mehr als 42.000 Anmeldungen zeigen, dass es viele Menschen gibt, die gerne etwas tun möchten und Ideen haben. Und je mehr Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenkommen, desto höher ist die Chance, dass die verschiedenen Bedürfnisse einzelner Gruppen mitgedacht werden und die Vielfalt der Expertise zunimmt, die hinter den jeweiligen Ergebnissen steht. Auch die Akzeptanz für Lösungen kann steigen, wenn diese aus der Zivilgesellschaft heraus entwickelt werden. All dies sind Chancen, die ein Hackathon theoretisch bieten, aber nicht zwangsläufig leisten kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Zivilgesellschaft übernimmt in dieser Situation zugleich mehrere Funktionen: Sie ist Mitgestalterin und Watchdog. Als Organisator*innen, Teilnehmer*innen oder Mentor*innen übernehmen wir selbst Verantwortung in der Krise und dafür, dass die Projekte mit unseren freiheitlichen Grundwerten übereinstimmen. Bei Hackathons wie auch bei Code for Germany stehen wir dabei aber vor dem Grundproblem, dass die Tech-Szene nicht für alle Menschen gleichermaßen zugänglich ist. Deshalb treffen wir oft eher Annahmen über andere, statt Entscheidungen mit ihnen. Da gibt es für uns noch viel zu tun. Als Watchdog haben wir allerdings auch die Aufgabe, den Prozess zu beobachten, evtl. korrigierend einzugreifen oder zu erklären, wenn und warum wir glauben, dass bestimmte Projekte unseren Grundwerten widersprechen oder mit einer anderen Herangehensweise einen besseren Grundstein für die weitere Nutzung bilden.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;weiterführung-nach-dem-hackathon---nachhaltigkeit-ist-zentral&quot;&gt;Weiterführung nach dem Hackathon - Nachhaltigkeit ist zentral&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Alle Vorteile eines Hackathons deuten allerdings bereits auch das an, was ein Hackathon nicht leisten kann und warum es stattdessen Sinn macht, in Vorbereitung auf zukünftige Krisen unsere digitale Infrastruktur anders zu denken und aufzubauen. Das Format ist kein Allheilmittel für alle unsere Probleme, gerade weil ein Hackathon zeitlich beschränkt ist, nur über begrenzte materielle und personelle Ressourcen verfügt und die Zivilgesellschaft – zu großem Teil Ehrenamtliche – auch noch andere Verpflichtungen hat und ohne eine ausreichende Finanzierung den Prozess nur eingeschränkt begleiten kann. Es braucht die öffentliche Hand, um Anwendungen intensiv zu testen, zeitgemäße Formate für Dienstleistungen anzubieten und Arbeitskraft in die Umsetzung der Strukturen als notwendige Voraussetzung für die entwickelten Ideen zu lenken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deshalb haben wir uns noch während des Hackathons Gedanken darüber gemacht, wie es weitergehen muss, um einen nachhaltigen, gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Fragen, die wir uns gestellt haben, waren:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Wie können die vielen ähnlichen Ideen, die entwickelt wurden, zusammengeführt werden und ihr volles Potenzial entfalten?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Wie können wir die Qualitätssicherung der Projekte sicherstellen und wie können wir unsere Werte bezüglich Free and Open Source Software, Offener Daten, Offener Lizenzen und Schnittstellen weiter in die Projekte tragen?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Welche Infrastrukturen gibt es, damit die Menschen auch nach dem Hackathon weiter an ihren Prototypen arbeiten können?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Wie kann die Nachhaltigkeit der entwickelten Ideen sichergestellt werden?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Wie kann die Aufmerksamkeit von einem bestimmten Thema oder Projekt auf die übergreifenden Probleme bei der Digitalisierung in Deutschland transferiert werden? Der Effekt eines Hackathons ist umso kurzfristiger, wenn digitale Grundlagen in der Verwaltungspraxis fehlen, so werden z. B. Daten zu Covid19-Kranken, die in einer App angezeigt werden sollen, vorher von Behörde zu Behörde gefaxt.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Welche Rolle können die beteiligten Akteure eines Hackathons danach übernehmen?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Diese Fragen zeigen deutlich, dass &lt;a href=&quot;https://okfn.de/blog/2020/03/ein-bisschen-prototyp-und-dann/&quot;&gt;nach einem Hackathon nicht Schluss&lt;/a&gt; sein kann. Im Gegenteil, es braucht &lt;a href=&quot;https://digitalezivilgesellschaft.org/&quot;&gt;andere Formate und Finanzierungen&lt;/a&gt;, damit erdachte Lösungen nicht wieder verschwinden und beim nächsten Hackathon wieder neu erfunden werden. Dafür braucht es neben einer aktiven Zivilgesellschaft vor allem eine Regierung, die in die Digitalkompetenz in der Gesellschaft, Behörden und deren Mitarbeitenden investiert. Denn die Zivilgesellschaft kann zwar den Hackathon organisieren und begleiten. Um die Ergebnisse und die digitalen Grundlagen in die Breite zu tragen, braucht es nun politischen Willen und eine zuverlässige, gesicherte und beständige finanzielle Grundlage.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Code for Germany stellt die gesammelten Erfahrungen und die Expertise des Netzwerks als Antworten auf die aufgeworfenen Fragen für die Öffentlichkeit und die zuständigen Verwaltungen in einem Handbuch zur Verfügung.&lt;/p&gt;
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        <pubDate>Fri, 03 Apr 2020 00:00:00 +0200</pubDate>
        <link>http://codefor.de/blog/nach-dem-Hackathon-vor-der-Nachhaltigkeit.html</link>
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